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LATEX-ALLERGIEN UND WIE SIE EINWEGHANDSCHUHE BEEINFLUSSEN

Der Schutz der eigenen Person und der eigenen Hände ist in vielen beruflichen Bereichen unerlässlich. Jedes Jahr werden weltweit mehr als 400 Milliarden Einweghandschuhe verwendet (MARGMA- Malaysian Rubber Glove Manufacturers Association) und diese Zahl wächst parallel zum Bewusstsein für Hygiene, Sauberkeit und Sicherheit der Arbeitnehmer.

Doch das Tragen von Einweghandschuhen birgt auch Risiken. Durch die stark angestiegene Verwendung von Einweghandschuhen, ist es nicht verwunderlich, dass auch ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen besteht. Zu diesen Reaktionen gehört eine Allergie gegen Naturkautschuklatex oder auch Allergie Typ I im Zusammenhang mit Einweghandschuhen aus Naturkautschuklatex. Auch wenn allergische Reaktionen vom Typ I im Vergleich zu allen anderen handschuhbedingten Reaktionen eher selten sind, so kann diese jedoch sehr ernste gesundheitliche Folgen haben bis hin z. B. zu einem anaphylaktischen Schock mit Todesfolge.

Daher ist es wichtig, den Mechanismus allergischer Reaktionen zu verstehen. Insbesondere bei Allergien gegen Naturlatex (Typ I). So können Nutzer von Einweghandschuhen Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos von allergischen Reaktionen ergreifen durch die Auswahl des geeigneten Handschuhs umsetzen.

 

WOHER KOMMT NATURKAUTSCHUKLATEX, WELCHER BEI DER HERSTELLUNG VON EINWEGHANDSCHUHEN VERWENDET WIRD?

Latex – ein natürlicher Werkstoff!

Latex ist ein natürlicher Werkstoff, welcher vom Gummibaum namens Hevea oder auch Hevea brasiliensis gewonnen wird. Dieser Baum wird schon seit Jahrzehnten in Südostasien angebaut. Bis heute ist er die wichtigste kommerzielle Quelle für Naturlatex. Gleichzeitig ist er auch der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Einweghandschuhen. Dies erklärt, warum die Produktionsstätten für Handschuhe, die hohe Investitionen und viele Arbeitskräfte erfordern, immer noch hauptsächlich in diesem Teil der Welt angesiedelt sind (65 % der Einweghandschuhe werden in Malaysia, 20 % in China, 10 % in Thailand und 3 % in Indonesien hergestellt).

Die einzigartigen Eigenschaften von Naturkautschuklatex wie hervorragende Dehnbarkeit, Komfort und niedrige Kosten haben ihn lange Zeit zum bevorzugten Material für die Herstellung von Einweghandschuhen gemacht.

Die Gewinnung von Naturkautschuklatex erfolgt durch wiederholtes Anschneiden der Baumrinde. Aus den Einschnitten fließt dann eine milchige Flüssigkeit in Behälter. Der Naturlatex wird gefiltert und anschließend zentrifugiert, um das Wasser zu extrahieren und so eine konzentrierte Paste zu erhalten.

 

Latex – ein Rohstoff zur Herstellung vieler Gegenstände

Aus einigen Studien geht hervor, dass etwa 4,3 % der Weltbevölkerung potenziell allergisch auf Naturkautschuklatex reagieren (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5356959/ ). Gegenstände aus Naturkautschuklatex sind zahlreich (verschiedene medizinische Geräte, Kondome, Luftballons, Sauger von Babyflaschen, einige Farben …), und die Empfindlichkeit gegenüber Naturkautschuklatex hat im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Nutzer im Pflege- und Gesundheitswesen, die regelmäßig Einweghandschuhe und insbesondere Latexhandschuhe tragen (auch wenn deren Verbrauch zugunsten synthetischer Handschuhe zurückgeht), sind jedoch mit einer Häufigkeitsrate von bis zu 9,7 % besonders gefährdet (ganz zu schweigen von empfindlichen Patienten, bei denen diese Rate bei 7,2 % liegt). Aber alle Träger von Einweg-Latexhandschuhen, ob im Labor, im Reinraum oder in einem anderen Industriezweig, sind potenziell vom Risiko einer allergischen Reaktion auf Naturlatex betroffen.

Die Auswirkungen allergischer Reaktionen durch Naturlatex auf die Gesundheit von Arbeitnehmern sind nicht unerheblich. Aber auch für Unternehmen verursachen diese erheblichen Kosten (für Vorsorgeuntersuchungen, Behandlung, Arbeitsunterbrechungen und Versorgung der Betroffenen).

 

WAS IST EINE ALLERGISCHE REAKTION AUF NATURLATEX?

Was sind die wichtigsten Reaktionen im Zusammenhang mit der Verwendung von Einweghandschuhen:

  • Irritierende Kontaktdermatitis
  • Allergische Kontaktdermatitis (Typ IV)
  • Allergie gegen Naturlatex (Typ I)

Die Latexallergie oder genauer gesagt die Latexproteinallergie wird auch als Typ-I-Allergie oder unmittelbare Überempfindlichkeit bezeichnet, da sie in der Regel wenige Minuten bis eine Stunde nach dem Kontakt mit dem Allergen auftritt. Es handelt sich um eine spezifische Allergie, die mit der Produktion von Immunglobulin E (IgE) zusammenhängt. Dies sind Antikörper, die eine sofortige allergische Reaktion auslösen.

Wann tritt eine Latexallergie auf?

Die erste Exposition gegenüber Latexproteinen kann zu einer abnormen (aber oft nicht sichtbaren) Immunreaktion geführt haben; bei einer zweiten Exposition kann dann eine allergische Reaktion auftreten.

Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln, die ebenfalls in Latex vorkommende Proteine enthalten (Avocado, Apfel, Tomate, Banane, Kirsche, Kiwi …), können ebenfalls auftreten. Menschen mit einer bekannten Allergie gegen bestimmte Lebensmittel müssen bei der Verwendung von Gegenständen aus Naturkautschuklatex, einschließlich Einweg-Latexhandschuhen, besonders vorsichtig sein.

Was sind die wichtigsten Symptome einer allergischen Reaktion auf Naturkautschuklatex?

Es gibt verschiedene Arten von Symptomen mit unterschiedlichem Schweregrad. Tatsächlich können die Folgen nur mäßig sein, aber auch lebensbedrohliche Reaktionen hervorrufen:

  • Hautprobleme: Juckreiz, Kribbeln, leichte und lokale oder großflächige Kontaktdermatitis, Nesselsucht (Urtikaria).
  • Verdauungsstörungen: Übelkeit, Erbrechen.
  • Atemprobleme: Engegefühl in der Brust, Asthma, Kurzatmigkeit (Dyspnoe).
  • Anaphylaktischer Schock: inklusive Verengung der Atemwege, Schwellung der Schleimhäute (z. B. Angioödem), Blutdruckabfall …

 

WIE KANN MAN MIT ALLERGISCHE REAKTIONEN BEIM TRAGEN VON EINWEGHANDSCHUHEN FERTIG WERDEN?

Naturlatex ist nicht die einzige Ursache für allergische Reaktionen auf das Tragen von Einweghandschuhen. Erwähnt werden sollten auch die Chemikalien, die in den Herstellungsprozess einfließen (z. B. Vulkanisationsbeschleuniger), verwendete Pulver zum besseren Abziehen der Handschuhe von den Formen oder zur Hilfe beim Anziehen durch die Benutzer, Endotoxine … Mögliche Hautkrankheiten sollten ebenfalls als Risikofaktor für die Entwicklung allergischer Reaktionen berücksichtigt werden. Schließlich sind die Prozessbedingungen zu berücksichtigen, wie z. B. längeres Tragen von Einweghandschuhen, häufiges Händewaschen, Produkte, die mit den Händen in Berührung kommen (Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel …) …

Was tun, wenn am Arbeitsplatz eine allergische Reaktion vom Typ I vermutet wird?

Informieren Sie als vorrangig und zügig Ihren Vorgesetzten und den arbeitsmedizinischen Dienst.

Es ist ratsam, Latexhandschuhe schnellstmöglich durch synthetische, puderfreie Handschuhe (Nitrilhandschuhe) zu ersetzen.

Ein Allergologe sollte konsultiert werden, um zu bestätigen, ob der Verdacht auf eine allergische Reaktion vom Typ I besteht oder nicht. Er wird eine sorgfältige medizinische Untersuchung mit anschließenden Tests durchführen, um den Ursprung der allergischen Reaktion zu ermitteln. Es kann auch Adrenalin zur Selbstinjektion verschrieben werden, dass Sie im Falle einer bestätigten Allergie gegen Naturkautschuklatex immer bei sich tragen müssen.

Sie sollten auch unbedingt Ihr Umfeld informieren (Personalabteilung, Kollegen, aber auch den Zahnarzt usw.).

Wie wählt man den richtigen Einweghandschuh?

Da allergische Reaktionen insbesondere im Laborbereich aufgrund häufiger Verwendung von Einweghandschuhen zunehmen, wird empfohlen, spezifische Risiken einer Allergie gegen Naturkautschuklatex (Typ I) durch Verwendung von Handschuhen mit geringem Latexproteingehalt, puderfreien Handschuhen oder synthetischen Handschuhen zu verringern (https://www.hse.gov.uk/healthservices/latex/).

Zur Auswahl eines Einweghandschuhs wird dringend empfohlen, die vom Hersteller bereitgestellten technischen Daten hinzuziehen.

SHIELD Scientific als Hersteller von Nitril- und Latexhandschuhen gibt in allen technischen Datenblättern seiner Handschuhe die verwendeten Materialien sowie die möglichen Allergiequellen an:

  • Verwendung oder Nichtverwendung von Beschleunigern während des Vulkanisierungsprozesses.
  • Puderfrei oder Angabe des Pudergehalts.
  • Latexproteingehalt nach der modifizierten Lowry-Methode und zertifiziert durch ein unabhängiges Labor.
  • Biokompatibilitätstests, um sicherzustellen, dass das Handschuhmaterial keine unerwünschten Reaktionen hervorruft.

 

 

Um es auf den Punkt zu bringen: Bitte kümmern Sie sich um Ihre Gesundheit und Ihre Hände durch das Verständnis für die Ursachen allergischer Reaktionen und die Risiken, die mit dem Tragen von Einweghandschuhen verbunden sind. Andere Risikofaktoren sollten auch nicht unterschätzt werden (Seifen, Desinfektionsmittel, Hautcremes usw.), ebenso wie die Rückstände von Chemikalien, die zur Entwicklung allergischer Reaktionen beitragen können, wie zum Beispiel allergische Reaktionen vom Typ IV, die wir allerdings in einem späteren Artikel behandeln werden.

Um das Risiko einer Allergie (Typ I) gegen Naturkautschuklatex zu minimieren, müssen Qualitätshandschuhe eines seriösen Herstellers ausgewählt werden. Beachten Sie dabei die Zusammensetzung der Handschuhe, die Chlorierungsmethoden (einfach oder doppelt) und die vom Hersteller beim Waschen der Handschuhe angewandte Sorgfalt.

Um die, für Ihre Bedürfnisse und Ihr Budget richtigen Handschuhe auszuwählen, konsultieren Sie die technischen Datenblätter von SHIELD Scientific Naturlatex- und Nitrilhandschuhen oder verwenden Sie unsere Kriterien zur Handschuhauswahl.

Do not hesitate to contact us for any further request.

 

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Kategorisiert in: Handschuh Einmaleins

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