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DIE SHIELD SCIENTIFIC CHEMIKALIEN BESTÄNDIGKEITSLISTE


Um dem Verbraucher bei der Risikoanalyse im Umgang mit Chemikalien für die Entscheidung bei PSA Produkten zu helfen, hat SHIELD Scientific eine beeindruckende Chemikalien Beständigkeitsliste entwickelt.  Die Daten können nach CAS Nummer, nach Chemikalie oder nach Handschuhtyp sortiert werden. Die Tests wurden von anerkannten Testlaboren (Respirex, Proqares & Centexbel) gemäss EN 16523-1:2015 (Bestimmung der Materialbeständigkeit durch Chemikalien Permeation –Teil 1: Permeation durch flüssige Chemikalien bei permanentem Kontakt) durchgeführt. Dieser Standard ersetzt EN 374-3:2003. Wir möchten wir darauf hinweisen: all unsere Dünnfilm-Handschuhe sind bestens für den Spritzschutz geeignet.

EN 16523-1:2015 ist die Standard Testmethode zur Evaluierung des Chemikalienschutzes  eines Handschuhes. Dafür wird eine Lage eines Handschuhes zwischen zwei Kammern gelegt. Die Chemikalie, die getestet wird, wird auf der einen Seite aufgebracht und eine Auffangflüssigkeit auf der anderen Seite. Der Durchbruch findet statt, wenn die Rate  1µg/cm²/min erreicht ist und wird in Minuten festgehalten. Das Testergebnis muss im Durchschnitt innerhalb von 20 % von drei getesteten Mustern liegen. Der niedrigste Wert wird genutzt zur Veröffentlichung. Wenn die Werte zu stark differieren, muss der Test wiederholt werden. Wichtig zu wissen ist, dass der Test ein reiner Immersionstest ist und möglicherweise anders als das tägliche Umfeld ist, indem die Einweghandschuhe eingesetzt sind. In diesem Bereich geht es hauptsächlich um den gelegentlichen Kontakt mit einer Chemikalie und die Handschuhe werden meist sofort gewechselt, wen ein direkter Chemikalienkontakt festgestellt wird. Auch muss daran erinnert werden, dass die Testtemperatur von nicht benutzen Handschuhen unter Laborbedingungen bei 23°C (+/-1°C) durchgeführt werden. Es wird keine Rücksicht auf Materialdehnung genommen, die automatisch beim Tragen des Handschuhes entsteht. Ausserdem ist ein Handschuh im Gebrauch signifikant wärmer als ein unbenutzter Handschuh, die stark angewärmte Oberfläche des Handschuhmaterials kann die Permeationszeit verkürzen.

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt bei der Chemikalien Permeation ist die Degradation des Handschuhmaterials. Gemäss EN ISO 374-1:2016 bezieht sich die Degradation auf die “schädliche Veränderung von einer oder mehrer Eigenschaften eines Schutzhandschuhes durch den Kontakt mit einer Chemikalie“. Diese Veränderungen beinhalten Abplatzen, Aufquellen, Zersetzung, Versprödung, Verfärbung, Änderung der Dimensionen, Änderung des Designs, Versteifung, weich werden des Materials usw.“ Resistenz auf Degradation wird nun nach EN 374-4: 2013 getestet und ist jetzt ein vorgeschriebener Test für PSA Kategorie III Chemikalien-Schutzhandschuhe. Dieser neue Test basiert auf die Stichfestigkeit während der Handschuh permanent einer Chemikalie ausgesetzt ist. Die Kraft, die benötigt wird, um einen Durchstich zu erzielen, wird gemessen. Nach einer Stunde wird die Degradation als prozentuale Veränderung in der Stichfestigkeit festgehalten. Der Unterschied, der gemessen wird bei Material, dass der Chemikalie nicht ausgesetzt ist und dem Verhalten des Materials, wenn es der Chemikalie ausgesetzt ist, wird als (DR) Degradations Rate festgehalten. Auf jeden Fall beeinträchtigt die Degradation die Schutzfunktion von Handschuhen besonders bei korrosiven Chemikalien.

Wir bemühen uns ständig darum, eine grosse Anzahl an Chemikalientests in unserem Chemikalien Permeationsleitfaden aufzuzeigen. Dieser Leitfaden wird ständig aktualisiert. Permeationsdaten, die ganz spezielle Bereiche betreffen, sind nicht veröffentlicht, da sie oft einer speziellen Erklärung bedürfen (z.B. Tests bei Zytostatika Substanzen). Sollten Sie also bestimmte Chemikalien nicht in unserem Leitfaden finden, kontaktieren Sie uns.


Haftungsausschluss: Alle Daten wurden durch Tests erstellt, die unter reinen Laborbedingungen durchgeführt werden gemäss EN 16523-1:2015 (ex EN 374-3:2003) und EN 374-4:2013. Die Informationen sind nur eine Hilfestellung und entsprechen möglicherweise nicht den aktuellen Arbeitsbedingungen beim Anwender. Eine Risikoanalyse muss immer durch den Käufer erstellt werden um sicher zu stellen, dass auch der richtige Handschuh bei der speziellen Anwendung zum Einsatz  kommt.

 

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